|
|
 |
 |
 |
 |
|
Fahne 1950 | Fahne 1877
|
Fahne 1935
|
|
|
Nach weiteren 58 Jahren eine neue Fahne zur 300 Jahrfeier unserer Gilde, 1935, weihte die Gilde eine dritte, neue Fahne. Ihr war nur ein kurzes Leben beschieden. Sie wurde zusammen mit der 1877 gefertigten Fahne in dem Gildelokal ,,Zum Landhaus", gelegen an der Schwentinemündung gegenüber dem heutigen Lokal ,,Zur Alten Mühle" aufbewahrt. Als das Lokal im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe total zerstört wurde, verbrannten auch diese beiden Fahnen. Hier ging auch die Gildelade verloren, während der Gilde andere wertvolle Stücke, wie das Gildebuch, der Silberne Willkomm, der Silberne Vogel mit der Königskette u. a. m. durch anderweitige Lagerung erhalten blieb. Zur 300-Jahrfeier im Jahre 1935 gesellte sich also eine dritte Fahne zu der "Kleinen" und der "Großen" Fahne hinzu. Sie wurde im Rahmen der Festlichkeiten geweiht. Darüber können wir in der Ausgabe der Kieler Neuesten Nachrichten vom Mittwoch, den 12. Juni 1935 folgendes lesen: ,,Mit untergehender Sonne versammelten sich die Gilden wieder zum Einmarsch in das Gildehaus, wo der große Festkommers stattfand. Armeemärsche, ein kerniger Vorspruch, die Begrüßung durch der Ältermann Detlev Ivens und der feierliche Einmarsch der Fahnenabordnungen leiteten den Abend ein.... Dann betrat Pastor 0. Schultz die Bühne zur Fahnen-Weiherede. Mit der Weihe sei das Gelöbnis verbunden, das übertragende Erbe der Altvorderen stets zu erhalten. In diesem Geiste reiche der erste Altermann aus dem Jahre 1635 dem heutigen die Hand. Das wahre Wesen der Gilde, die in der Notzeit geboren sei, werde nie untergehen können: Das Erlebnis der Gemeinschaft." Der Altermann übernahm die prachtvolle Fahne in die Obhut der Gilde und überreichte sie dem neuen Fahnenträger mit dem Befehl, das neue Wahrzeichen der ,,Großen Gilde" in Freud und Leid stets in Ehren voran zutragen. Anschließend heftete eine Gildeschwester im Namen aller das erste prächtige Fahnenband an das neue Prunkstück. Dann stifteten die meisten der geladenen Gilden Fahnennägel, die sie dem Ältermann D. Ivens mit dem heißen Wunsche, immer am guten, alten Brauchtum der Väter festzuhalten, überreichten. Diese dritte Fahne entsprach in ihrer Größe, ihren Farben, dem aufgestickten Gildevogel und der Inschrift genau unserer heutigen Gildefahne. Leider aber verlor die Gilde, wie oben bereits erwähnt, während des Zweiten Weltkrieges durch Bombenangriffe auf Neumühlen sowohl die Fahne aus dem Jahre 1935 wie auch die ,,Große Fahne" aus dem Jahre 1877. Das Gildelokal ,,Zum Landhaus" wurde zerstört, und die dort gelagerten Fahnen verbrannten unwiderruflich. Trotzdem aber können wir uns von ihnen ein recht genaues Bild machen, da zum einen Zeitungsberichte mit dem Bild der Fahne des Jahres 1935 erhalten geblieben, und zum anderen weihte die Gilde vor 14 Jahren erneut eine Fahne, nein im eigentlichen Sinne keine Fahne, sondern ein Stander, bei dessen Herstellung zum zweiten Mal in der Gildegeschichte der Fahnenriss aus dem Jahre 1735 als Vorlage diente. zurück
|
|